2. Platz bei den Luxemburg Open für Tim-Luka Friedrichs

Zum zweiten Mal in diesem Jahr starteten die Karate Kids der TSG Wiesloch bei einem großen internationalen Turnier in Europa. Die Luxemburg Open sollten für Muhammet Özdemir und Tim-Luka Friedrichs eine Herausforderung werden, da Kontakt im Karate in den Beneluxländern und Frankreich schon bei den Kindern erlaubt ist. Bei 817 Startern aus 17 Ländern war Trainer Volker Harren zwar zuversichtlich, mahnte jedoch zur Vorsicht.

Bei seinem ersten internationalen Einsatz blieb Muhammet, bei den Kindern U12, bereits in der ersten Runde deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Normalerweise defensiv mit Übersicht kämpfend zwingt er seine Gegner zu Fehlern. Die hierfür notwendige Aktivität war jedoch kaum zu sehen, daher unterlag er bereits in der ersten Runde seinem Kontrahenten aus Frankreich. In der Trostrunde versuchte er sich zu steigern kam aber über den 9. Platz nicht hinaus.

Die Kinder U10 mussten neben Körperschutz auch Kopfschutz tragen. Dies sollte für Tim-Luka eine deutliche Umstellung sein, so Trainer Volker Harren, da die Ausrüstung bisher noch nie zum Einsatz kam. Tim-Luka jedoch blieb unbeeindruckt und zeigte bereits in der ersten Runde, dass der Weg ins Finale nur an ihm vorbei gehen konnte. Mit 9:1 ließ er Andres Hodiquet aus Luxemburg keine Chance und war vorzeitig weiter. In der zweiten Runde traf er auf Tyrell Williams aus den Niederlanden. Bereits beim Westerwald Cup trafen die Beiden aufeinander. Damals war Tim-Luka noch etwas überrascht von der Härte die in den Beneluxländern gekämpft wird, gewann jedoch knapp. Heute hingegen ließ er Tyrell nicht den Hauch einer Chance und gewann mit 8:0, wieder vorzeitig. Im Poolfinale traf Tim-Luka auf Samuel Perrin aus Belgien. Auch hier überzeugte er mit seinen erfrischenden Kombinationen, die er zu variieren begann. Mit 10:2 zog Tim-Luka, erneut vorzeitig, ins Finale ein. Im Finale mit 5:4 Punkten vorne liegend hatte Tim-Luka in den letzten 10 Sekunden kein Rezept gegen den wild nach vorne stürmenden Gegner vor zu gehen und wich nach hinten aus. Die Kampfrichter wertenden dies als Passivität wodurch er zwei Verwarnungen in Folge erhielt und somit ausschied. Trainer Volker Harren war dennoch hoch zufrieden mit der Leistung, da Tim-Luka einer der wenigen ist, die konstant ihre Leistung abrufen können.

Sportkarate bei der TSG repräsentiert den Grundgedanken des Karate. Wie in der Selbstverteidigung ist auch hier das Ziel den Gegner zu kontrollieren, noch bevor dieser seinen Angriff ausgeführt hat. Höchstmögliche Bewegungsgeschwindigkeit, der richtige Einsatz des ganzen Körpers und das richtige Timing sind für den Erfolg einer Technik gegen einen Angriff entscheidend. Im Karate Wettkampf wird das Beherrschen der Technik durch Vortrag der Kata demonstriert, Anwendung findet sie im Kumite. Für Kinder ist der Wettkampf daher die geeignete Form an die Mechanismen der Selbstverteidigung heran geführt zu werden. Teens und Erwachsene trainieren Karate als das was es ist: Selbstverteidigung.

Im Rahmen der Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns“ des Deutschen Olympischen Sportbundes mit Schirmfrau Regina Halmich findet zum Kennen lernen am Donnersteg, den 12.06.2014, ein Schnupperkurs zur Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren statt. Mehr Infos hierzu unter Termine oder der Seite des Karate Centrums Rhein Neckar auf www.kcrn.de.