3 x Gold und 5 x Bronze beim Bambini & Jugend Cup in Bous

Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau, könnte das Motto des Karate Teams der KG Rhein-Neckar sein. Das Alleine beschreibt es jedoch nicht vollständig. Sicherlich steht für die jungen Karateka am Anfang der sportliche Erfolg im Vordergrund. Doch mit der Zeit stellen die jungen Athleten fest, dass es ohne Teamwork, Selbstdisziplin, Anstand und Respekt nicht weitergeht. Am 22.10.2016 fand in Bous der Bambini & Jugend Cup statt. Für die Jüngsten, Lenja, Laura und Antonia, war es das erste internationale Turnier in ihrer jungen Wettkampflaufbahn. Für sie geht es darum, Punkte für die vereinsinterne Karate League zu sammeln. Denn die bestimmen, wo man in der Aufstellung im Training stehen darf. Die Schüler Tim-Luka und Muhammed waren zum Test in der Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft dabei, Abdullah zum Aufbau. Auch die Jugendlichen Jana und Daniils waren dabei um den aktuellen Stand zur Vorbereitung auf die kommende Wettkampfphase zu überprüfen.

Lenja war nach den KVBW Regio Games, Feuer und Flamme für das Kumite am Ball. Für sie war es das erste größere Turnier. Bereits in der ersten Runde verlor sie gegen die spätere Siegerin. Die Enttäuschung war natürlich groß. Doch als sie in die Trostrunde starten durfte und die ersten Runden gewann, wendete sich das Blatt. Motiviert kämpfte sie sich auf ihr erstes Podium bei ihrem ersten großen Turnier. Laura teilte ihr Schicksal. Auch sie verlor in der ersten Runde gegen die herausragend kämpfende Sen5 Karateka Ili. Auch Laura gewann nach großer Enttäuschung ihre Trostrunde und sicherte sich den 3. Platz. Für Antonia lief es nicht ganz so gut. Sie verlor gegen eine ebenbürtige Gegnerin, bekam jedoch nicht die Chance auf die Trostrunde.

Im Kumite konnten Laura und Antonia wertvolle Erfahrung gegen die internationale Konkurrenz sammeln. Obwohl sie in der Vorrunde ausschieden, sind Beide auf einem guten Weg und werden den zukünftigen Herausforderungen gewachsen sein. Für Muhammed war die Aufgabenstellung bei den Schülern nicht so schwer. Für Tim-Luka und ihn ging es in erster Linie darum die technischen und taktischen Abläufe auszuprobieren. Die Vorrunde gestaltete sich mit 8:0 und 6:1 entsprechend reibungslos. Auch im Finale beherrschte er das Geschehen und gewann verdient mit 2:0. Tim-Luka konnte ebenfalls wertvolle Erfahrung sammeln. Mit 10:4, 2:0, 1:3 und 3:1 sicherte er sich den 3. Platz. Abdullah konnte ebenfalls überzeugen. Zwar erreichte er nicht das Finale, erkämpfte jedoch einen guten 3. Platz. Daniils hatte einen durchwachsenen Start in das Turnier. Die technischen Abläufe sind noch ganz nicht auf den Punkt. Dennoch erkämpfte er sich bei den Jugendlichen den 3. Platz. Jana setzte sich deutlich mit 11:4 und 12:4 in der Vorrunde durch. Im Finale lieferte sie konzentriert ab und gewann ebenfalls verdient.

Im Teamwettbewerb gab es an den Schülern Tim-Luka, Muhammed und Abdullah kein Vorbeikommen. In der Vorrunde gab niemand einen Kampf ab. Auch im Finale gestaltete sich das Ergebnis deutlich, für das Team der erste Platz.

Sicher, im Wettkampf geht es um Erfolg. Das Alleine macht ihn jedoch nicht aus, denn wir tun, was uns glücklich macht. Während die jungen Karateka Spaß daran haben, weit links in der Reihe zu stehen, reicht dies den älteren nicht aus. Sie arbeiten bereits daran, im Training möglichst effektiv zu sein, um in den schwerer werdenden Turnieren zu bestehen. Hier ist noch eine gehörige Portion Eigennutz im Spiel. Mit fortschreitendem Training begreifen jedoch Alle, dass es nicht ausreicht nur das Beste zu geben. Sie beginnen zu verstehen, dass es nur gemeinsam funktioniert, dass Jeder uneigennützig und geduldig seinen Beitrag leisten muss, damit der Einzelne Erfolg haben kann und ein Team funktioniert. Karate ist mehr als Sport – es ist Lernen fürs Leben.